Familie Meier (Hördenerstr.5, Hörden)

















Metzgerei  früher

                                                 

Metzgerei  heute


                           

Ehepaar:                         Emil und Hilda

Sohn:                               Hans Fritz

Mutter von Hilda:            Zerlina Stengel


Emil wurde allgemein „Schimmes“ genannt,  vielleicht weil sein Vater den altertümlichen Namen Schimon Halevy trug. Er war ein fleißiger Metzger, sagen die Leute die ihn kannten. Das Geschäft von ihm stand dort, wo heute ein Partyservice steht. Der damalige Laden befand sich an der Stelle der heutigen Garage (im Hintergrund); die Wohnung war an der Stelle des heutigen Geschäftshauses. Emil war sehr beliebt bei seinen Mitbürgern, da er auch in mehreren Vereinen aktiv mitarbeitete.

Am 3. März 1933, dem Tag der Reichstagswahl, einen Monat nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler, starb der Hördener Metzger Emil Meier - auf dem Weg zwischen dem "Anker" und seinem Geschäft – an einem Herzschlag. Wahrscheinlich war es kein Zufall, der Großvater einer Zeitzeugin soll vorher bereits gesagt haben: „Wenn der Hitler an die Macht kommt, dann lebt der Schimmes nimmer lang“. Nach seinem plötzlichen Tod übernahm sein Geselle Fritz Gaus die Metzgerei, der aus dem Raum Freudenstadt stammte.


Die Leidensgeschichte der Familie Meier:


Sohn Hans Fritz ging im Jahr 1936 nach Amsterdam. Im Alter von 19 Jahren gerät er in eine SS-Razzia und wird nach Buchenwald deportiert. Von dort aus in das KZ Mauthausen, wo er schließlich in einem Steinbruch erschossen wird.


Hilda, Emils Frau, und ihre Mutter Zerlina Stengel (Hildas Mutter, geboren am 13. Januar 1858 in Nonnenweiher) folgten dem Sohn nach Amsterdam.

Zerlina wurde gefasst und zuerst nach Westbork deportiert, dann nach Auschwitz gebracht, wo sie im Jahr 1943 ermordet wurde.


Hilda Meier überlebt.