Familie Stern (Landstr.36, Hörden)















Gasthaus „Adler“ (früher)                                                                 Gasthaus „Adler“ (heute)

                                                 

                           

Ehepaar:                 Emma  und Isidor Stern

Sohn:                      Julius Stern, Max Stern

Töchter:                  Rosa Stern, Auguste Stern, Eugine Stern



Emma und Isidor Stern besaßen das Gasthaus „Zum Adler“.

Der Adlerwirt Julius Stern, war ein guter Gastronom, dessen Küche so ausgezeichnet war, dass Gäste aus dem ganzen Kreis kamen. Der „Adler“ galt als eine gehobene Gaststätte und Pension, zu teuer für die meisten Hördener. Im Erdgeschoss befand sich der Frühstücksraum. Wenn man die Treppe hochstieg, gelangte man in einen Gästeraum, indem ein Klavier stand. Hans Weisflog aus Obertsrot, der oft in diesem Raum mit seiner Gruppe Tanzmusik machte, bezeugt, dass der Wirt Ludwig Stern nicht kleinlich war. 




Vom Frühstücksraum führte ein schöner weißer Steg über die Laufbach ins Gartencafé. Die weißen Tische und Stühle, oder die Hollywoodschaukel dort, waren für die Kinder schon etwas Besonderes.




Nach der  Zeitzeugenaussage von Hildegard Waldeisen:


„Der Großvater nahm meine Schwester und mich sonntags immer mit in das Wirtshaus. Oft war auch der Cousin Rudi Eckert dabei. Dort unterhielt sich der Großvater mit dem Wirt und den anderen Männern über Politik und anderes. Wir Kinder freuten uns auf das Matzenbrot, das uns der Großvater schenkte. Mit der Wirtstochter Hansel gingen wir dann in das Gartencafé über die kleine Brücke, die über die Laufbach führte, und haben auf dem Rasen gespielt. Die Gäste saßen in solchen Korbsesseln bei Kaffee und Kuchen. Auf der anderen Seite war der Holzkanal, und darum machte das Café den Eindruck einer kleinen Insel. „



Emma und Isidor  starben beide an einem natürlichen Tod. Emma im Jahr 1935 und Isidor 1909.


Julius, der Sohn von Emma und Isidor, heiratete im Jahr 1906 Klara Ladenburg. Julius war ein hervorragender Gastronom, dessen Küche so gut war,  dass Gäste aus der ganzen Umgebung kamen. Julius starb im Jahre 1914. Seine Frau Klara heiratete dann Ludwig Stern (kein Verwandter der Familie Stern).


Ludwig Stern, geboren am 18.07.1886 in Gernsbach und wohnhaft in Hörden, war nach Julius der dritte Inhaber des Gasthauses „zum Adler“. Er wurde am 11. November 1938 in das KZ nach Dachau deportiert und am 26. November 1938 ermordet.


Auguste, die Tochter der Sterns, heiratete Theodor Köhler.

Beide wurden am 22. Oktober 1940 nach Gurs in das Internierungslager deportiert, am 17. August 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz.



 
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